Information zum Herdenschutz Wolf
Keine Gemeinde unseres Amtsgebietes ist aktuell in der Förderkulisse für Herdenschutzzäune

Zwei Wölfe streifen durch den Wald

© H.-J. Fünfstück

Die Gebietskulisse für die Investitionsförderung Herdenschutzzäune im Landkreis Deggendorf wurde geändert.

Nur in Gemeinden, in denen aktuell Risse durch Wölfe nachgewiesen wurden, oder wo ortsfeste Rudel mit Nachkommen vorkommen, kann eine Investitionsförderung für wolfsabweisende Zäune beantragt werden. Bei uns wurden keine Risse und Rudel gemeldet, so dass aktuell keine Gemeinde des Amtsgebietes in der Förderkulisse für Herdenschutzzäune liegt und somit kein Antrag auf Investitionsförderung Herdenschutzzäune möglich ist.

Die Förderung von Vorhaben zum Herdenschutz ist nur auf Weideflächen innerhalb der Gebiete möglich, die das Bayerische Landesamts für Umwelt (LfU) als Förderkulissen festgelegt hat. Auf der Internetseite des LfU werden die Förderkulissen veröffentlicht und regelmäßig geändert bzw. aktualisiert aufgrund von tatsächlichen Wolfsrissvorfällen oder Sichtungsmeldungen von standorttreuen Wölfen.

Gute Vorbereitung

Bitte warten Sie nicht darauf, dass Ihre Region als Gebietskulisse im Sinne der Herdenschutzförderung ausgewiesen wird. Die Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen muss gut vorbereitet sein. Daher sollten Sie sich schon jetzt mit dem Thema beschäftigen. Wir unterstützen Sie dabei gerne.

Der Schutz der Weidetiere und die Unterstützung der Weidetierhalter ist der Landwirtschaftsverwaltung ein großes Anliegen. Inzwischen besteht in ganz Bayern grundsätzlich die Gefahr, dass Wölfe ungeschützte Weidetiere angreifen. Standorttreue Tiere und auch ortsfeste Rudel haben sich in verschiedenen Regionen etabliert, durchziehende Wölfe können ohne Vorwarnung jederzeit und an jedem Ort auftauchen. Ganz unabhängig, ob in Ihrer Region bereits Wölfe nachgewiesen wurden, sollten Sie sich deshalb frühzeitig Gedanken machen, wie Ihre Tiere am besten geschützt werden können. Wir bieten Ihnen dafür die notwendige Unterstützung an.

Es gibt momentan 5 Demonstrationsanlagen für Herdenschutzzäune in Bayern:

- Staatsgut Grub: für Schafe und Ziegen
- landwirtschaftliche Lehranstalten Bayreuth: für Mutterkühe
- Staatsgut Schwaiganger: für Pferde
- Staatsgut Schwarzenau: für Schafe, Ziegen und Pferde
- Staatsgut Pfrentschweiher/ Almesbach: für Gehegewild
Alle fünf Demonstrationsflächen sind ohne Voranmeldung frei zugänglich.

Herdenschutz Demonstrationsanlagen

Ansprechpartner

Katharina Schindlbeck
AELF Deggendorf-Straubing
Kolbstraße 5a
94315 Straubing
Telefon: 09421 8006-1228
Fax: +49 991 208-2190
E-Mail: poststelle@aelf-ds.bayern.de