Exkursion der Landwirtschaftsschule Straubing
Drei Tage voller Eindrücke und Innovationen
Eine ereignisreiche dreitägige Exkursion führte die Studierenden der Landwirtschaftsschule Straubing im November 2025 quer durch Deutschland – von ökologischen Vorzeigebetrieben über großflächige Agrargenossenschaften bis hin zu modernsten Technikhallen und Hightech-Gewächshäusern. Die Reise bot tiefe Einblicke in unterschiedliche Betriebsstrukturen sowie aktuelle Entwicklungen der Landtechnik.
Vom Biohof ins großflächige Genossenschaftsland
Biohof Schübel in Wunsiedel - ein vielseitig aufgestellter Biobetrieb
Noch in den frühen Morgenstunden startete die Gruppe in Straubing Richtung Norden. Erste Station war der Biohof Schübel in Wunsiedel, ein vielseitig aufgestellter Biobetrieb. Dort konnten sich die Studierenden ein Bild von der Kombination verschiedener Betriebszweige machen: Biogasproduktion, Ackerbau, ein Forstunternehmen, Ochsenmast sowie Ferienwohnungen bieten dem Hof eine breite wirtschaftliche Basis. Besonders beeindruckte die Teilnehmenden die nachhaltige Verzahnung der Betriebszweige und der hohe Grad an Eigenverwertung.
Agrargenossenschaft Hedersleben mit rund 4.500 Hektar
Am Nachmittag folgte der Besuch der Agrargenossenschaft Hedersleben. Mit rund 4.500 Hektar zählt sie zu den großen landwirtschaftlichen Betrieben Deutschlands. Angebaut werden Kartoffeln, Zuckerrüben, Getreide und Mais; zusätzlich betreibt die Genossenschaft eine Bullenmast. Ein Teil der Produkte wird im hofeigenen Laden und Onlineshop direkt vermarktet. Die Dimensionen und die Organisation eines Betriebs dieser Größenordnung sorgten für rege Diskussionen.
Technik der Superlative auf der Agritechnica
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen moderner Landtechnik: Die Landwirtschaftsschule besuchte die Agritechnica, die weltweit größte Messe für Agrartechnik. Die Vielzahl an Neuheiten in den Bereichen Effizienz, Digitalisierung und Schlagkraft war überwältigend. Von autonom fahrenden Maschinen über intelligente Sensorsysteme bis hin zu innovativen Energiesparlösungen bekamen die Studierenden einen umfassenden Eindruck davon, wohin sich die Landwirtschaft der Zukunft bewegt. Schnell wurde klar: Alles anzuschauen ist an einem Tag kaum möglich – die Auswahl an Ständen und Vorführungen war schlicht riesig.
Tradition trifft Hightech
Gut Derenburg - Precision Farming
Am dritten Tag folgten erneut zwei Betriebsbesichtigungen. Erster Halt war Gut Derenburg, ein traditionsreicher Hof, dessen Ursprung bis ins Jahr 1870 zurückreicht. Nach einer jahrzehntelangen Unterbrechung in der DDR wird hier seit 1991 wieder aktiv Landwirtschaft betrieben. Heute setzt der Betrieb auf den Anbau von Getreide, Raps und Zuckerrüben – und das hochmodern: GPS-gestützte Technik im Sinne des Precision Farming ermöglicht eine besonders ressourcenschonende Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln und eine effiziente Bewirtschaftung der Flächen.
Gemüsering Thüringen - einer der bedeutendsten Gemüseproduzenten des Landes
Zweite Station war der Gemüsering Thüringen, einer der bedeutendsten Gemüseproduzenten des Landes. In einem der größten zusammenhängenden Gewächshauskomplexe Europas wachsen auf 200.000 Quadratmetern Tomaten und Paprika. Mit einer Jahresproduktion von 10.000 Tonnen beeindruckte der Betrieb nicht nur durch seine Dimensionen, sondern auch durch seine moderne, energieeffiziente Gewächshaustechnik und Betriebsorganisation.
Rückkehr nach Straubing: Am Abend erreichte die Gruppe wieder Straubing – müde, aber begeistert von den vielfältigen Eindrücken. Die Exkursion bot nicht nur einen Blick über den Tellerrand, sondern auch wertvolle Inspiration für die zukünftige Arbeit der angehenden Landwirte.
Rückkehr nach Straubing: Am Abend erreichte die Gruppe wieder Straubing – müde, aber begeistert von den vielfältigen Eindrücken. Die Exkursion bot nicht nur einen Blick über den Tellerrand, sondern auch wertvolle Inspiration für die zukünftige Arbeit der angehenden Landwirte.



