18 Studierende starten mit der Teilzeitschule
"Hauswirtschaft bietet vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten"
Zoombild vorhanden
© Christine Schmid, AELF DS
Schulstart 2026 in der Abteilung Hauswirtschaft der Landwirtschaftsschule Straubing. In den nächsten eindreiviertel Jahren werden 18 Frauen in der Kolbstraße 5a freitags die Schulbank drücken – eine Herausforderung für die Studierenden im Alter zwischen 20 und 61 Jahren, deren Schulzeit meist schon eine Weile zurückliegt, sagte Schulleiterin Mechthild Schmidhuber. „Aber für alle zu bewältigen.“
Sanfter Beginn mit Kennenlernen und Snacks
Sie stellte die Schule, die Lehrkräfte und Ansprechpartnerinnen im Hause vor, bevor sich die Neuankömmlinge in Zweiergruppen interviewten, kennenlernten und gegenseitig vorstellten. Im Speisesaal hatten die Fachlehrerinnen einladende Tische gedeckt, Kaffee, Kuchen und pikante Snacks vorbereitet.
18 Frauen aus fünf Landkreisen und Stadt Straubing
Die Studierenden aus den Landkreisen Regensburg (2), Straubing-Bogen (9), Deggendorf (3) Dingolfing-Landau (1), Landshut (1) und der Stadt Straubing (2) bringen laut Schmidhuber unterschiedlichste Lebensentwürfe, Erstberufe und Erwartungen mit. „Aber das zeichnet unsere Schule aus.“ 18 verschiedene Berufe von der Apothekerin bis zu zahnmedizinischen Fachangestellten seien versammelt. Und von manchen wie der Konditormeisterin, der Floristin oder Bekleidungsfertigerin dürfte es wohl auch interessanten Input in den jeweiligen Fächern geben, vermutete die Schulleiterin.
Haushaltmanagement - rationell und nachhaltig
In insgesamt 630 Unterrichtsstunden würden die Frauen rationelles, wirtschaftlich sinnvolles und nachhaltiges Arbeiten kennenlernen – ob sie nun schon jahrzehntelang einen eigenen Haushalt führten oder diesen erst planten. Theorie und Praxis des Haushaltsmanagements seien stets eng verzahnt. Bis November 2027 seien zusätzliche Lehrfahrten, Exkursionen und Projekte geplant. Und quasi nebenbei gebe es die Chance, ein Netzwerk aufzubauen. „Nutzen Sie die Kontakte.“ Denn ob für den eigenen Haushalt oder eine berufliche hauswirtschaftliche Zukunft – Wissen, Können und Netzwerk seien von großem Wert.
Einmal gelernt, immer angewendet
Dies bestätigten auch Brigitte Landstorfer, stellvertretende Kreisbäuerin, und Behördenleiter Josef Groß, der sich als „echter Fan dieser Hauswirtschaftsschule“ outete, in der er auch gerne Unterricht halte. Er sei stolz auf die Lehrkräfte, die mit echtem Herzblut dabei seien. Und Landstorfer erinnerte sich augenzwinkernd daran, dass sie noch heute Wäsche so zusammenlege, wie sie es einst in der Hauswirtschaftsschule gelernt habe. „Hauswirtschaft bietet vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten. Werden Sie Profi im eigenen Haushalt.“

