Spitzennoten und herausragender Zusammenhalt
Abschied von einem "sehr besonderen Semester" der Landwirtschaftsschule
20 neue "Staatlich geprüfte Wirtschafter und Wirtschafterinnen für Landbau" haben die Landwirtschaftsschule erfolgreich beendet. Im Kreise ihrer Familien und Freunde wurden sie im Gasthaus Reisinger in Straubing-Sossau feierlich verabschiedet. Schulleiterin Mechthild Schmidhuber fasste das Wichtigste zusammen: "Alle haben bestanden. Alle machen weiter, machen ihren Meister oder gehen auf die Höhere Landbauschule Rottalmünster." Die drei besten wurden erst bei der Zeugnisübergabe am Schluss verraten: Stefan Braun aus Mausheim bei Beratzhausen im Landkreis Regensburg belegt mit einem Schnitt von 1,00 Platz 1. Ihm folgen Matthias Weindl aus Geisenhausen im Landkreis Landshut mit 1,06 und Florian Schreyer aus Straubing mit 1,25.
Die drei Besten
- Stefan Braun aus Mausheim bei Beratzhausen im Landkreis Regensburg (Notendurchschnitt 1,00)
- Matthias Weindl aus Geisenhausen im Landkreis Landshut (1,06)
- Florian Schreyer aus Straubing (1,25)
"Wir haben Sie als ausgesprochen angenehmes Semester erlebt", sagte Schmidhuber in die strahlenden Gesichter. Sie seien ehrgeizig, motiviert, diskussionsfreudig gewesen, auch bei außerschulischen Veranstaltungen. Sie hätten zwischen vielen Eindrücken, Exkursionen, Feiern, heftigem Lernen und Prüfungsstress zusammengehalten, sich gegenseitig unterstützt, auch bei persönlichen Rückschlägen. Sie hätten zum Teil weite Wege in die Schule in Kauf genommen - bis zu 80 Kilometer einfach - und daheim noch die Arbeit am Hof stemmen müssen. Sie hätten die Chancen zur Persönlichkeitsbildung während der Kurse in Herrsching geschätzt, seien respektvoll miteinander und anderen umgegangen, hätten Verantwortung übernommen. Außerdem sei dank ihres hervorragend gemachten Instagram-Accounts "Winterschui" Social Media ins Haus eingezogen.
Landwirtschaft braucht innovative Köpfe
Die Schulleiterin riet ihnen, mutig zu sein, ihre soziale Vernetzung weiter zu pflegen, ebenso eine aktive Öffentlichkeitsarbeit. "Die Landwirtschaft braucht innovative Köpfe, die auch mal bereit sind, eigene Wege zu gehen. Wer die Zukunft gestalten will, muss auch mal den aktuellen Status hinterfragen und aktiv neue Lösungen suchen." Ein gutes Beispiel sei die Wirtschafterarbeit mit vielfältigen Themen gewesen. Die habe zwar alle ins Schwitzen gebracht, aber manch einem zu guter Letzt noch regelrecht Spaß gemacht. Im moderierten Grußwort zeigten Lena Weigl und Simon Dechant, dass sie heiter und gewandt mit dem Mikro und Fragen zu Status und Zukunft der Landwirtschaft umgehen können. Rede und Antwort standen ihnen Landrat Laumer, 3. Bürgermeister Schäfer und Kreisobmann Schreyer.
Zitate der Ehrengäste
- "Ihr verdient den Respekt der ganzen Gesellschaft." Landrat Josef Laumer
- "Jeder hat die Zukunft und Gestaltung seines Betriebs selber in der Hand. Und ich glaub', dass scho jeder seinen Weg findet. Man muss das machen, was man im Herzen fühlt." Kreisobmann Franz Schreyer
- "Die Stadt Straubing hat eine starke Verknüpfung mit der Landwirtschaft und die bleibt. Beim Volksfest legt die Stadt in ihren Auswahlkriterien sehr viel Wert auf regionale Produkte." Werner Schäfer, 3. Bürgermeister der Stadt Straubing
- "Bleibt in eurem Beruf. Ihr seid wichtig für die Gesellschaft, für die Gemeinden." Landrat Franz Laumer
- "Verliert nie den Mut. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Bleibt offen für Innovationen. Öffnet euch gegenüber vielen gesellschaftlichen Gruppen. Habt's an Schneid. Habt's koa Angst und geht's ned den falschen Leuten auf den Leim." Werner Schäfer, 3. Bürgermeister der Stadt Straubing
- "Der Zusammenhalt ist wichtig. Bringt euch ein. Ob in Gesellschaft, Verbänden oder in der Familie - das Ausreden und manchmal auch Ausstreiten gehört dazu." Kreisobmann Franz Schreyer
Authentisch in Wort und Bild
Eine Menge zu lachen gab es während des Rückblicks, den die Semestersprecher Antonia Hohenester und Florian Schreyer präsentierten. Mit einem Augenzwinkern zeigten sie in Videoclips und Bildern, wo und wie sie ihr Wissen vermehrt haben, so dass zwischendurch noch ausreichend Zeit für Semesteressen, Weißwurstfrühstücke und Weihnachtsfeiern blieb. Dazwischen gab es schmissigen Sound von der Berufsfachschule für Musik Plattling sowie Blumen und Geschenke für die Lehrkräfte. Während der Zeugnisübergabe durch Mechthild Schmidhuber und Semesterleiter Anton Maier zeigte ein Minifilm jeden Absolventen und jede Absolventin authentisch, heiter und leicht vor deren heimischen Betrieb und so ganz nebenbei, dass sie hervorragende Öffentlichkeitsarbeiter geworden sind.
Zeugnisse für Erstsemester
Auch die Erstsemester, die derzeit aus acht Landkreis stammen, erhielten Zeugnisse. Alle haben bestanden. Ihr Schnitt liegt bei 2,48.
Die drei Besten des 1. Semesters waren:
- Martin Kerscher 1,22
- Jonas Homeister 1,33
- Julius Scheuerle und Jonas Krausnecker (gleiche Note) 1,77